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  • 12.02.2013 21:30 - OPERATIVER GEWINNRÜCKGANG Mercedes-Benz vermiest Daimler die Bilanz
von andreas.eick in Kategorie Allgemein.

DPA
Der Stern sinkt: Bei Mercedes-Benz ging der Gewinn auf 4,4 Milliarden Euro zurück
Das war kein gutes Jahr für Daimler: Nur durch den Verkauf der EADS-Anteile konnte der Konzern beim Gewinn noch zulegen. Operativ mussten die Stuttgarter einen Rückgang verbuchen. Vor allem die Kernmarke Mercedes-Benz schwächelt. Hier ist auch der Ausblick negativ.



Stuttgart - Unter dem Strich fuhr Daimler vergangenes Jahr 6,5 Milliarden Euro ein, nach sechs Milliarden Euro in 2011. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent, wie Daimler mitteilte. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass der Autobauer vom Verkauf der milliardenschweren EADS-Anteile merklich profitierte. Die Schwaben beziffern den positiven Effekt mit 709 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gab dagegen leicht um 2 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro nach. Der Konzernumsatz stieg von 106,5 auf 114,3 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 7 Prozent. Die Aktie legte am Morgen zunächst um 2,07 Prozent auf 43,90 Euro zu.
Verantwortlich für den operativen Rückgang war vor allem das Ergebnis bei Mercedes-Benz. Wegen schwacher Geschäfte in China und hoher Ausgaben für neue Fahrzeugmodelle sowie aufgrund des Ausbaus der Produktionsstätten im In- und Ausland musste Daimler einen deutlichen Gewinnrückgang um 15 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro verbuchen.

Die Omnibussparte drückte mit ihren Verlusten ebenfalls auf das Ergebnis. Trotz dieses Einbruchs beim operativen Gewinn will Daimler an die Aktionäre eine stabile Dividende von 2,20 Euro je Aktie zahlen. Insgesamt verkaufte der Konzern weltweit knapp 2,2 Millionen Autos. Damit wurde das Vorjahresniveau um 4 Prozent übertroffen.

Zetsche: "Erkennbares Verbesserungspotenzial"

Daimler-Chef Dieter Zetsche zog eine durchwachsene Bilanz: "Das abgelaufene Geschäftsjahr war für Daimler insgesamt ein starkes Jahr mit vielen Erfolgen, aber auch mit erkennbarem Verbesserungspotenzial", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Unseren Erfolgen und den zahlreichen zukunftsweisenden Investitionen im Jahr 2012 steht die Tatsache gegenüber, dass wir bei Ergebnis und Rentabilität unserem eigenen Anspruch noch nicht gerecht werden."

Der Konzern hatte im Herbst sein Jahresziel, das Ebit aus dem Vorjahr zu erreichen, zusammengestrichen. Das als Übergangsjahr angekündigte 2012 lief vor allem in der zweiten Jahreshälfte spürbar schlechter als erwartet. Mit einem insgesamt gut drei Milliarden Euro schweren Sparprogramm - zwei Milliarden Euro bei den Pkw und gut eine Milliarde in der Lkw-Sparte - will Daimler gegensteuern und bis Ende nächsten Jahres auf deutlich niedrigere Kosten kommen.

Die größte Baustelle im Konzern ist das China-Geschäft. Auf dem größten Automarkt der Welt fuhren die Schwaben 2012 der Konkurrenz von Audi und BMW sowie auch ihren eigenen Zielen hinterher.
13 neue Modelle bis 2020 geplant

Für das laufende Jahr rechnet Daimler mit einem weiteren Rückgang des operativen Spartenergebnisses von Mercedes-Benz. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen werde 2013 in der Pkw-Sparte leicht unter dem des Jahres 2012 liegen. Alle übrigen Automobil-Geschäftsfelder sollen die Ergebnisse des zurückliegenden Jahres übertreffen.

Dazu beitragen soll auch eine neue Modellreihe. Bis zum Jahr 2020 wolle der Konzern 13 neue Mercedes-Fahrzeuge auf den Markt bringen, die keinen Vorgänger hätten, erläuterte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Bis 2018 solle der Modulbaukasten für die neuen Baureihen umgesetzt werden. Bei der Fahrzeugproduktion will Daimler schon in zwei Jahren eine Fertigungszeit von 30 Stunden pro Auto erreichen. Für den kriselnden europäischen Automarkt blieb Zetsche weiter skeptisch. Der könne auch in diesem Jahr noch weiter schrumpfen.

mg/dpa-afx/rtr



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